Am Samstag musste die erste Mannschaft von Grün‑Weiss Effretikon beim Tabellenletzten HC Stammheim antreten. Die Ausgangslage war klar: GWE ging als Favorit in die Partie, wusste jedoch aus dem Hinspiel, dass die Stammheimer keineswegs zu unterschätzen sind – damals entführten sie einen Punkt aus Effretikon.
Der Spielbeginn verlief entsprechend fahrig. Die Grün‑Weissen leisteten sich viele technische Fehler, sowohl nach dem Anspiel als auch in unnötigen Gegenstosssituationen. Dadurch witterte die Heimmannschaft ihre Chance, das Spiel blieb ausgeglichen. Bis zur Pause konnte sich kein Team entscheidend absetzen, dennoch gingen die Hausherren mit einer knappen 13:12‑Führung in die Kabine.
Die Effretiker zeigten sich mit der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden – was in der Garderobe deutlich und lautstark thematisiert wurde. Entsprechend motiviert startete GWE in die zweite Hälfte. In der 40. Minute gelang der Ausgleich über den Kreis, ehe sich die Gäste mit Treffern von Meili und Zoller erstmals mit zwei Toren absetzen konnten.
Doch Stammheim blieb hartnäckig, kämpfte sich erneut heran und ging in der 59. Minute sogar mit zwei Toren in Führung. Die letzte Minute versprach Spannung pur. Zunächst vergab Zoller die Chance zum Anschlusstreffer, doch Strasser hielt sein Team mit einer wichtigen Parade im Spiel. Kurz darauf nutzte Operto eine weitere Gelegenheit und erzielte den Anschlusstreffer.
Dann überschlugen sich die Ereignisse: Nach einem Team‑Timeout der Stammheimer scheiterte deren Abschluss erneut an Strasser. Meili sicherte den Abpraller, leitete den Gegenangriff ein und wurde dabei überhart gefoult. Die Schiedsrichter werteten die Aktion als unsportliches Foul, was in den letzten 30 Sekunden zu einem direkten Siebenmeter führte. Meili übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte – trotz Ballkontakt des Torhüters – sicher.
Am Ende wurden die Punkte mit einem 24:24‑Unentschieden geteilt. Die Grün‑Weissen dürfen sich jedoch glücklich schätzen: Mit einer schwachen Angriffsleistung, einer Wurfquote von nur 52 % und fünf vergebenen Siebenmetern gewinnt man normalerweise keinen Blumentopf.
Bereits am Donnerstag geht es im Cup‑Viertelfinal weiter. In Fehraltorf (Heiget) wartet mit dem Zürcher Oberland ein unangenehmer Gegner. Anpfiff ist um 20:15 Uhr.